Nicht nur durch Fusionen, sondern auch bei weit einfacheren Reorganisationen geht jahrelang aufgebautes Wissen häufig mit einem einzigen Fehlentscheid verloren. Zusätzlich erhöhen aktuelle Unternehmensgegebenheiten wie Stellenabbau, Pensionierung oder Fluktuation den Handlungsdruck, da diese ebenfalls eine Art kollektiver Amnesie zur Folge haben können.
Um diesem Wissensverlust erfolgreich begegnen zu können, muss ein gezieltes und systematisches Management erfolgen, welches adäquate Methoden beinhalten muss, um das bewahrte Wissen wieder in den Nutzenkreislauf des Unternehmens einzubringen. Inwiefern Wissen dabei
in Systemen abgelegt werden oder aber auf Personen übertragen werden kann, hängt ganz von dem Unternehmen und seinen Prozessen ab.
- Ein erfolgreiches Wissensmanagement vermindert Doppelarbeit durch klare Kommunikation, wer an welchem Problem arbeitet und welche Ergebnisse hierzu schon im Unternehmen vorliegen.
- Effektive Arbeitsprozesse zur Lösung einer Problemstellung können als “Best Practise” in andere Unternehmensbereiche übertragen werden. Auch “negative Erfahrungen”, wie etwa ein verzögertes Projekt oder der nicht erfolgreiche Abschluss mit einem Kunden, können dabei helfen, es das nächste mal besser zu machen und alte Fehler nicht zu wiederholen.
- Kundenfeedback kann zu den richtigen Adressaten gelangen und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens steigern.
- Expertendatenbanken helfen dabei, schnell den richtigen Ansprechpartner für ein Problem zu finden und auch wertvolles Wissen zu nutzen, welches nicht in Systemen speicherbar ist.
- Darüber hinaus trägt die Vernetzung von Wissen und die Einbeziehung aller Mitarbeiter in ein Ideenmanagement zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bei. Unternehmen nutzen das Ideenmanagement, um Leistungsreserven zu mobilisieren und ein kreatives Arbeitsklima zu fördern.
- Die Integration von externen Wissensquellen in das Intranet ergänzt die Wissensbasis des Unternehmens.
